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Sächsische Zeitung
(J/u/n/g/e//SZ/e/n/e)
Donnerstag, 7. September 2006

Ein bisschen nachgeholfen ...

Wenn's die Schule nicht schafft, müssen andere weiterhelfen. Vier Nachhilfemöglichkeiten.


Von Josefine Schäfer, Mattias Fischer & Almut Fischer


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Neben dem Lernen in der Gruppe bietet der Lernpfad aus Zschauitz eine Alternative zur Nachhilfe an.
Seit Oktober 2000 gibt es die häusliche Nachhilfe. Das heißt, der Lehrer fährt zum Schüler und gibt ihm Einzelunterricht im häuslichen Umfeld. Bis jetzt hat diese Art der Nachhilfe immer funktioniert, so Rita Tarkotta vom Lernpfad.

Dabei kann sie in ihrem Lehrer-Pool auf zahlreiche Lehrkräfte aus jedem Unterrichtsfach zurückgreifen. Von Mathematik bis Biologie gibt es die nötige Nachhilfe von Klasse eins bis zwölf. In Höchstzeiten geben 40 bis 50 Lehrer Unterricht, vor allem Englisch, Französisch und Deutsch ist dabei am meisten gefragt.

Seit neuestem bietet der Lernpfad auch Nachmittagsbetreuung für Grundschüler an und ist somit eine Alternative zum schulischen Hort.

Auch auf den Erfolg ist Rita Tarkotta stolz und sagt: "Durch den Lernpfad hat jetzt jeder seine Prüfungen geschafft."

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Sächsische Zeitung (Lokales)
Freitag, 21. März 2003

Was Hänschen nicht lernt ...
Der Schüler-Nachhilfe-Markt boomt

In Großenhain bieten drei Unternehmen Zusatzunterricht


Von Tilo Harder


Etwa 250 Schüler erhalten zur Zeit in Großenhain und Umgebung professionellen Nachhilfeunterricht bei einem der drei ansässigen Anbieter. Die SZ fragte nach, was Eltern und Kindern dort angeboten wird. Fast jeder kennt das Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Also soll den Kindern so viel wie möglich beigebracht werden, damit sie ein solides Fundament für ihr Leben bekommen. Doch unsere lieben Kleinen lernen heutzutage viele Dinge, von denen Eltern noch nie etwas gehört haben. Wie ihnen also helfen, wenn sie nicht weiter wissen? Das ist einer von unzähligen Gründen, warum Eltern professionelle Hilfe suchen. Oft fehlt auch nur Zeit. Oder Geduld. Oder es gab gerade Halbjahreszeugnisse und da blinkt die eine oder andere Warnsignal-Note.
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Die „Jüngste“ im Bunde der Nachhilfestundenanbieterinnen ist Rita Tarkotta aus Zschauitz. Vor zweieinhalb Jahren gründete sie den „Lernpfad 2000“. Ihr Unternehmen unterscheidet sich allerdings in einigen Punkten deutlich von den beiden anderen.



Lehrer vom Lernpfad 2000 kommen ins Haus
Rita Tarkotta hat ein eigenes Konzept entwickelt: Einzelunterricht bei den Kindern zu Hause. „So haben die Kinder Heimvorteil und dadurch größere Sicherheit. Es schmeckt nicht so nach Schule.“ Und der Lehrer kann zu hundert Prozent auf sie eingehen. Nur zwei Dreiergruppen existieren als die Ausnahme. Die Kinder besuchen jedoch die selbe Klasse und sind dadurch eng miteinander vertraut. Auch der Lernpfad hilft momentan etwa 80 Grund- Mittel- und Gymnasialschülern. Rita Tarkotta konzentriert sich voll aufs Organisieren, Planen und Beraten. Persönlich sucht sie nach neuen Lehrern. Über 40 hat sie schon in ihrer Kartei. „Alles sind Fachlehrer, die haben das nötige Feeling für die jeweilige Problemlage.“ Manchmal sei es nur ein falscher Denkansatz. Oder die Kinder sind demotiviert. Es gibt auch welche, die an ihre Grenze angelangt sind. Die nötige Erfahrung, die richtige Methode anzuwenden, besäßen nur gestandene Lehrer, sagt die gelernte Heimerzieherin. Ungeachtet aller Unterschiede stimmen die drei Anbieterinnen in vielen Ansichten überein. So sei die Motivation der Kinder Grundbedingung für den Erfolg. Es bringe nichts, wenn Eltern ihre Sprösslinge zur Nachhilfe zwingen. Auch langer Atem sei für eine echte Leistungssteigerung nötig. Feuerwehraktionen helfen da nur wenig. Das meinen sie nicht, weil sie möglichst viel Geld verdienen wollen. Sie freuen sich über die Erfolge ihrer Schützlinge und ebenso, wenn sie zufriedene Eltern weiterempfehlen. „Eine bessere Werbung gibt‘s nicht“, sagt Rita Tarkotta. Und wenn Hänschen was lernt, ist allen geholfen. Und wenn Hänschen was lernt, ist allen geholfen.



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Sächsische Zeitung (Lokales Großenhain ), 16.10.2002


Foto: SZ/Brühl

Nachsitzen mit Heimvorteil

Wenn der Nachhilfelehrer ins Haus kommt – Rita Tarkotta bietet mit ihrem „Lernpfad 2000“ seit zwei Jahren einen besonderen Service an

Doreen Lehmann

 
Schon wieder bloß eine Vier, Mutti“. Wenn Filius zum x-ten Mal mit dieser Kellernote zum häuslichen Rapport anrückt, klingeln bei vielen Eltern die Alarmglocken. Da muss es wohl ernsthafter klemmen, als bisher angenommen. Nachhilfe ist also von Nöten. Doch welche? Anbieter gibt es so einige. Der „Frischling“ im Landkreis nennt sich „Lernpfad 2000“ und hat ein außergewöhnliches Angebot: Der Lehrer kommt ins Haus. Unternehmensgründerin Rita Tarkotta aus Zschauitz hat vor zwei Jahren diese Nische im Nachhilfemarkt entdeckt.

„Die Lernatmosphäre ist zu Hause einfach angenehmer und individueller“, erklärt sie ihre Maxime, „der Bezug zum Lehrer ist viel enger und die Umgebung nicht so steril“. Und gemütlicher ist‘s obendrein, meist wird am großen Wohnzimmertisch der Stoff fürs Leben gepaukt. Erst einmal angetan von dieser Idee, „spenden“ die Eltern gern die heimische Stube oder Küche für eine Stunde am Nachmittag. Und bequemer ist es für den Sprössling allemal, keiner muss ihn irgendwo hinschaffen und abholen oder sich einen Kopf machen: „Schafft er den Bus danach auch noch rechtzeitig?“. Ist auf dem Lande ja gar nicht so einfach.

Egal wo‘s klemmt, sie findet jemand.

Selbst gibt Rita Tarkotta zwar keinen Unterricht, aber sie hält in ihrem „Ein-Mann-Betrieb“ sämtliche Fäden in der Hand: organisiert Lehrer, fährt zu Vorgesprächen mit den Eltern, kümmert sich um Probleme und Anfragen jeglicher Art. Egal ob nun Mathe, Bio oder der Computer die Sorgenkinder sind, es wird jemand Kompetentes gefunden.

Den berühmten Sprung ins kalte Wasser wagte die gelernte Heimerzieherin am 1. Oktober 2000, erst kürzlich konnte sie also ihr „Zweijähriges“ feiern. Ohne Sekt, aber mit einem Lächeln auf den Lippen, schließlich hat sich der „Lernpfad“ mittlerweile einen Bekanntheitsgrad erarbeitet, auf den sie stolz sein kann. Die beste Werbung sei noch immer, wenn sich‘s von Mund zu Mund rumspricht. Über Empfehlungen ehemaliger Schüler an Freunde freut sich Rita Tarkotta am meisten. Im großen Dschungel der Nachhilfeanbieter musste sie sich erst einmal unverwechselbar machen, um bestehen zu können. Überlegungen gab es am Anfang schon, ob sie nicht als Franchise-Unternehmerin in einen der bestehenden Studienkreise einsteigen solle. Über solch ein Angebot war sie erst einmal auf die Idee gekommen, das Leben in diese Richtung umzukrempeln. „Das kannst du doch auch alleine“, machte ihr die Familie Mut. Stimmt eigentlich. Also gesagt, getan.

Der Familienrat tagte, und ein griffiger Name wurde gefunden. „Ein Pfad symbolisiert ja den Weg zum Ziel“ erläutert die ehemalige Internatsleiterin der EOS Großenhain. Und gute Noten fallen nun mal nicht vom Himmel, sondern kommen durchs Lernen. Der „Lernpfad“ war geboren. Große Lerngruppen lehnt sie ab, das bringe überhaupt nichts. Der Idealfall ist natürlich, wenn sich der Lehrer eine Stunde lang nur um einen Sorgenfall kümmern kann. Doch die Nachfrage ist so gestiegen, dass auf Wunsch der Eltern auch zu zweit, dritt oder viert gelernt wird. Aber dann auch nur, wenn alle aus einer Klasse sind. „Englisch ist mit Abstand der Renner“, weiß Rita Tarkotta mittlerweile und hat bisweilen ihre liebe Müh und Not, ausreichend Lehrer dafür zu finden. Zwar gab es schon Anfragen von älteren Schülern aus dem Gymnasium, die sich dafür beworben haben, aber die Unternehmerin hat sich zum Grundsatz gemacht, nur ausgebildete Fachlehrer zu vermitteln: „Einfühlungsvermögen, Methode und Erfahrungsschatz sind sehr wichtig bei einer Nachhilfe.“ Begonnen hat die Unternehmensgründerin einst mit fünf Lehrern in ihrer Kartei, auf knapp 40 hat sie diese im Laufe der Zeit erweitern können. Dazu stellte sie sich in den umliegenden Schulen persönlich vor und fragte im Kollegium nach, ob Interesse zum Nachhilfegeben bestünde. Es gab. Doch noch immer kann sie Neueinsteiger gebrauchen. Der Bedarf hat enorm zugenommen, auch ungewöhnliche Anfragen sind dabei. So rief eine Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums Riesa unlängst bei ihr an und suchte Hilfe in BWL und Rechnungswesen. Oje, nun war Organisationstalent gefragt, denn das Fach war ein Novum. Aber mit Glück wurde auch hier jemand gefunden. Absagen musste Rita Tarkotta bislang nur Interessenten aus Bonn oder Berlin, die per Internet auf ihre Homepage gestoßen waren. „Das war dann doch unmöglich“ lacht sie und freut sich, ihre Fühler immerhin bis Zeithain, Riesa und Merschwitz ausgestreckt zu haben.

Einen „Feuerwehrfall“ hatte die unerschrockene Frau vor einer Woche zu managen, als eine Mutti verzweifelt einen Tag vor der Arbeit ihres Sohnes noch flugs eine Nachhilfe suchte. Also Hörer in die Hand und eine Lehrerin angerufen. Die machte sich ohne Zetern auch tatsächlich noch am selben Nachmittag in die Spur. Ob‘s was gebracht hat, wer weiß? Denn normalerweise versucht Rita Tarkotta den Eltern klarzumachen, dass es erst Monate braucht, um die Lücken ernsthaft aufzufüllen. „Die sind meist über Jahre systematisch angewachsen, da kann man nicht erwarten, dass bei der nächsten oder übernächsten Arbeit schon eine bessere Note hereinschneit.“ Die Riesen-Erwartungshaltung versucht sie als allererstes zu dämpfen. Und wollen muss der Sprössling sowieso von sich aus, „denn wenn die Initiative nur von den Eltern ausgeht und das Kind nur lustlos rumsitzt, ist es rausgeschmissenes Geld“, sagt Rita Tarkotta deutlich. Auch den Eltern. Auf Biegen und Brechen – das wird gar nix.

Schöne Erlebnisse gab es schon oft. „Eine Sternstunde war, als ein Mädchen aus der Förderschule, das vorher überhaupt nicht lesen und schreiben konnte, seinen Namen zum ersten Mal selbst auf den neuen Stundenabrechnungszettel geschrieben hat. Da freut man sich richtig mit“, erinnert sie sich. Oder wenn nach knüppelharter Prüfungsvorbereitung das Abitur in der Hand gehalten wurde, oder bei manchem Wackelkandidaten am Ende eine Drei oder Vier auf dem Zeugnis glänzte...

„Nachhilfe“ auch für Lehrer – am Computer

Ein zweites Standbein ist neben der Nachhilfe die Betreuung von Internetseiten für Firmen. Ihr Mann Jürgen hat da als Informatiklehrer ein geschultes Händchen und kennt die Kniffe. Demnächst will sie drei Computerkurse für Lehrer am Gymnasium aufbauen, denn laut Kultuministerium haben diese auch mal „nachzusitzen“ in Sachen Computer. Demnach müssen 52 Pflichtstunden rund um die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder das Internet absolviert werden. Damit Lehrer die modernen Lehrmethoden auch wirklich einmal anwenden können und nicht nur davon gehört haben.

Nicht immer werden die Nachhilfelehrer mit Argwohn oder zerknirschtem Gesicht empfangen. Einmal gab‘s sogar Blumen zur Begrüßung – der kleine Filou wusste wohl schon sehr genau, wie man Frauen um den Finger wickelt. Manchmal steckt auch die Omi oder der Nachbar den Kopf zur Tür rein. Aber ansonsten wird straff durchgearbeitet. Denn irgendwie ist nach der Klassenarbeit ja auch immer vor der Klassenarbeit.

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Am 13./14.Februar 2001 fand ein PC-Kurs für Einsteiger in Großenhain statt.

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